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Juni 29, 2024

GA4 MIT GOOGLE CONSENT MODE V2 IMPLEMENTIEREN

Wenn du bis zum 6. März 2024 den Google Consent Mode V2 nicht implementiert hast, kannst du viele Features von Google Diensten wie beispielsweise das Bilden von Zielgruppen in GA4 oder Conversion Tracking in Google Ads nicht mehr nutzen. Damit das nicht passiert, zeigen wir dir in diesem Artikel Schritt-für-Schritt, wie du den Google Consent Mode V2 in Kombination mit dem Real Cookie Banner Plugin auf deiner Website implementieren kannst. Und zwar einmal in der Basic Mode Variante, die gegenüber der Advanced Mode Variante datenschutzfreundlicher ist. 

Wenn du noch nicht weißt, was die Basic Mode Varianten ist, empfehlen wir dir, nochmal diesen Artikel zu lesen.

Wichtiger Hinweis

Wir möchten zudem darauf hinweisen, dass wir keine Anwälte sind und dieser Artikel keine Rechtsberatung darstellt. Solltest du datenschutzrechtliche Bedenken haben, solltest du diese vor der Implementierung noch mit deinem Anwalt oder Datenschutzbeauftragten abklären. 

Wir setzen voraus, dass du bereits einen Google Analytics Account und einen Google Tag Manager Account hast, sowie das Real Cookie Banner Plugin bereits auf deiner Website installiert hast. Solltest du nicht wissen, wie das funktioniert, empfehle ich dir unser GA4 Komplett Tutorial unter diesem Link

Google Consent Mode im Real Cookie Banner aktivieren

Legen wir also los! Im ersten Schritt der Implementierung müssen wir den Consent Mode im Cookie Banner Plugin aktivieren. Hierfür rufst du (z.B. auf deiner WordPress Admin Umgebung) im Real Cookie Banner Plugin die Einstellungen auf und dann im Untermenü Allgemein

Hier sollte der Toogle Button Cookie Banner/Dialog aktiviert sein, damit der Cookie Banner auf deiner Website überhaupt angezeigt wird. 

Als nächstes rufst du das Untermenü Google Consent Mode auf und musst sicherstellen, dass Google Consent Mode, Google Tag Manager Integration, Daten zu Werbeanzeigen ohne Einwilligung reduzieren und Benennung der angeforderten Einwilligungsarten in der ersten Ansicht aktiviert sind. Der Rest ist beziehungsweise bleibt deaktiviert. 

Abschließend klickst du auf Einstellungen speichern

Danach springst du wieder zurück in das Untermenü Allgemein, scrollst herunter und siehst im Bereich Lade Services nach Einwilligung mittels, dass hier Google Tag Manager mit Google Consent Mode ausgewählt ist. Falls nicht, wähle den Punkt aus und speichere die Einstellungen.

Google Tag Manager über Cookie Banner einbinden

Jetzt sind wir in der nächsten Stufe, in der wir den Google Tag Manager über den Cookie Banner einbinden, denn über diesen werden wir später alles aussteuern. 

Deshalb ist es auch wichtig, dass du, falls du den Tag Manager zuvor schonmal irgendwie anders eingebunden hast (zum Beispiel mit einem Skript, das du irgendwo in deiner Website reinkopiert hast), diesen entfernen musst. Der Tag Manager muss mit dem Real Cookie Banner Plugin verbunden sein, damit die Einwilligungen der Nutzer auch korrekt beachtet werden. 

Um den Tag Manager jetzt also hinzuzufügen, rufst du in deinem Real Cookie Banner Plugin den Menüpunkt Services (Cookies) auf und anschließend das Untermenü Funktional. Hier hast du jetzt die Möglichkeit unter Services hinzufügen den Service Google Tag Manager auszuwählen.

Daraufhin öffnet sich die Service Konfiguration, die dann bereits schon vorausgefüllt ist. Du musst lediglich unter dem Punkt Google Tag Manager Container ID deine Tag Manager ID einfügen und auf Speichern klicken. Damit haben wir den Google Tag Manager erfolgreich hinzugefügt. 

Über die Chrome Erweiterung Analytics/GTM/Pixel Debugger können wir nun prüfen, ob der Tag Manager korrekt gefeuert wird. Zu diesem Thema kann ich dir ebenfalls unser Tutorial empfehlen, in dem der Debugger und seine Funktionsweise ausführlich vorgestellt wird. 

Wichtig ist, dass in diesem Debugger in den Einstellungen der Toggle für Track GTM gesetzt ist, damit der Tag Manager auch richtig getrackt werden kann. 

Um das korrekte Feuern jetzt zu prüfen, musst du im ersten Schritt alle Cookies deiner Website über die Google Chrome Einstellungen löschen und dann die Website neu laden. Jetzt sollte der Cookie Banner erscheinen und du klickst auf Alle akzeptieren um eben auch dem Google Tag Manager zuzustimmen. 

In der Chrome Analytics/GTM/Pixel Debugger Erweiterung solltest du jetzt eine Google Tag Manager Eintrag sehen, der im aufgeklappten Zustand Einträge mit Events enthält. Somit siehst du, dass alles wie gewünscht funktioniert und der Tag Manager ist tatsächlich erfolgreich implementiert. 

Im nächsten Schritt rufen wir dann den Google Tag Manager auf und aktivieren die sogenannte Einwilligungsübersicht. Damit können den ganzen Tags die Einwilligungen zugewiesen werden, die über den Cookie Banner erfolgt sind um den Google Consent Mode V2 im Basic Mode implementieren zu können. 

Hierfür gehen wir unter Verwaltung auf Container Einstellungen und haken dann Einwilligungsübersicht aktivieren an.

Der Google Consent Mode ist somit aktiviert, der Google Tag Manager ist in die Website integriert und die Rechtsgrundlagen, wie etwa die Einwilligung, werden übertragen. Das bedeutet, dass wir alle Voraussetzungen für das Auslösen von Tags erst dann ausführen, wenn die Einwilligung erteilt wurde. 

Google Analytics 4 über GTM mit Google Consent Mode konfigurieren 

Jetzt müssen wir nur noch die Nutzung von Google Analytics 4 über den Tag Manager konfigurieren. Das funktioniert in dieser Art und Weise auch für alle anderen Arten von Tags, also beispielsweise auch für das Google Ads Conversion Tracking.

Im ersten Schritt öffnest du wieder dein Real Cookie Banner Plugin im Admin Bereich deiner Website und klickst auf den Menüpunkt Services (Cookies) und wählst die Kategorie Statistik. Hier klickst du wieder auf Service hinzufügen und wählst diesmal Google Analytics 4 aus.  

Wie zuvor auch schon, ist die Konfiguration bereits vorausgefüllt und du musst wieder lediglich deine Google Analytics Measurement ID, also die Mess ID deiner Google Analytics 4 Property, einfügen. Deine Mess ID findest du übrigens immer in Google Analytics unter Verwaltung > Datenstreams und wenn du auf deinen Datenstream klickst, siehst du die Mess ID.

Wenn du deine Mess ID also eingefügt hast, dann solltest du sicherstellen, dass im Bereich darunter bei Code bei Opt-in ausführen, der Toogle für Script nur ausführen, wenn.. aktiviert ist. 

So, im nächsten Schritt scrollst du nun weiter nach oben in den Bereich Angefragte Einwilligungsarten für Google Consent Mode. Dieser Punkt wird angezeigt, weil wir den Consent Mode in unserem Plugin aktiviert haben. 

Dort ist ausgegraut der eindeutige Bezeichner für diesen Service hinterlegt (in unserem Fall ist das zum Beispiel google-analytics-analytics-4). Indem man draufklickt, wird dieser in die Zwischenablage kopiert, das ist wichtig, da wir diesen Bezeichner gleich nochmal brauchen. 

Abschließend klickst du jetzt aber erstmal auf Speichern, damit wir die Konfiguration des Service erstmal abschließen können. 

Trigger im Google Tag Manager

Als nächstes müssen wir im Tag Manager einen Trigger für alle Seitenaufrufe erstellen. Wir erstellen einen Google Tag der dann die Konfiguration für Google Analytics für uns umsetzt. Hierfür wählt man im Tag Manager im Menü links den Punkt Tags und klickt auf Neu um einen neuen Tag hinzuzufügen. 

In unserem Beispiel benennen wir den Tag mit GA4-Config & page_view und klicken auf Tag-Konfiguration um ihn entsprechend einzustellen. Dort wählst du zuerst Google Analytics, dann Google-Tag und musst hier wieder deine Google Analytics Mess ID reinkopieren. 

Damit ist der Tag erstellt und im letzten Schritt muss ein Trigger definiert werden, der beschreibt, wann der Tag auslöst. Hier solltest du jetzt den All Pages Trigger wählen, der standardmäßig bereits im Tag Manager enthalten ist, da dieser Tag auf jeder Seite gefeuert werden soll, damit Google Analytics 4 richtig funktioniert. 

Nachdem du alles abgespeichert hast, klickst du in deiner Tag Übersicht rechts oben auf das Schild Symbol und gelangst in die Übersicht zur Einwilligungskonfigurationen für alle Tags. 

Wir möchten jetzt den eben erstellen Tag konfigurieren, wählen diesen also zuerst aus und klicken dann auf das Schildsymbol mit dem Zahnrad. Im neu geöffneten Menü wählst du nun Zusätzliche Einwilligung zur Auslösung des Tags erforderlich aus und fügst jetzt die Bezeichnung des Google Analytics 4 Services, die wir vorher in die Zwischenablage kopiert hatten (in unserem Beispiel also google-analytics-analytics-4), dort ein. Abschließend speicherst du das Ganze und hast somit GA4 in Kombination mit dem Consent Mode V2 in der Basic Mode Variante konfiguriert. 

Prüfung der richtigen Umsetzung

Um die richtige Umsetzung zu prüfen, rufen wir jetzt im Tag Assitant den Vorschaumodus auf und verbinden diesen mit unserer Website. Dadurch, dass wir den Consent Mode aktiviert habe, taucht in der Übersicht im Vorschaumodus jetzt auch eine neue Spalte Consent auf. Du solltest jetzt in deiner Übersicht ab dem Schritt Consent, der links in der Aufzählung auftauchen sollte, eine Liste an Einwilligungsparamter (z.B. ad_storage, analytics_storage) sehen. Standardmäßig sollte diesen nicht zugestimmt sein, was man am rot markierten Wort Denied (in den Spalten On-page Default und On-page Update) erkennt. 

Das liegt aktuell daran, dass Google Analytics für unsere Seite noch nicht aktiviert ist, da wir bisher noch nicht allen Cookies zugestimmt haben! Wenn man daher jetzt auf der einen Website im Cookie Banner allen Cookies zustimmt und den Vorschaumodus neu lädt,  sieht man im Vorschaumodus des Tag Assistants, dass im Bereich Consent jetzt drei Einwilligungsparametern zugestimmt wurde (= Granted). Das liegt eben daran, dass im Cookie Banner jetzt dem GA4 Tracking zugestimmt wurde. 

Wenn man das Ganze in der GA4 Debug View auch noch prüfen möchte (über Google Analytics > Verwaltung > Debug View), dann sieht man, dass die page_view Ereignisse aufgelistet werden und das Setup wie gewünscht funktioniert. 

Zusätzlich prüfen wir jetzt nochmal den Fall, dass der Nutzer Google Analytics 4 nicht zustimmt. Dafür ruft man die gewünschte Website nochmal auf und ändert in den Cookie Einstellungen nochmal die Einwilligung, indem man das Häkchen dafür entfernt. 

Im Tag Assistant solltest du dann in der Übersicht unter Consent sehen, dass alle Parameter abgelehnt (= Denied) sind. Das liegt daran, dass wir Google Analytics 4 über den Cookie Banner nicht zugestimmt haben. 

In der Übersicht sieht man zusätzlich, dass unser Tag GA4 - Config & page_view unter Tags Not Fired angezeigt wird. Das ist unser gewünschtes Ergebnis, da wir eben nicht möchten, dass der Tag gefeuert wird, obwohl der Nutzer im Cookie Banner die Nutzung von Google Analytics ablehnt. 

Die Implementierung im Basic Mode 

Dass wir das Ganze im Basic Mode und nicht im Advanced Mode implementiert haben, kann man abschließend auch noch prüfen. Hierfür ruft man im Chrome Browser die eigene Website auf und wählt dann über den Rechtsklick die Menüoption Untersuchen aus. Im Netzwerk bzw. Network Tab kann man in das Suchfeld das Stichwort Collect eingeben und daraufhin sollte in der Übersicht kein Eintrag erscheinen.

Denn würde etwas von der Website an Google gesendet werden, dann würde das in der Übersicht erscheinen und würde uns zeigen, dass wir nicht den Basic Mode sondern den Advanced Mode implementiert haben. Dieser ist allerdings datenschutzrechtlich sehr umstritten, ich empfehle dir daher nochmal unseren Artikel zu diesem Thema zu lesen. 

So, damit hast du es nun endlich geschafft! Die Grundkonfiguration von Google Analytics 4 ist aber nur der Anfang. Wenn du wirklich wertvolle Erkenntnisse aus dem Tool ziehen möchtest, musst du es noch wesentlich stärker konfigurieren. Wie das alles im Detail funktioniert, zeigen wir dir im Google Analytics 4 Expert Trainings. Alle wichtigen Informationen findest du über diesen Link.

Hier hören uns im nächsten Artikel, ciao!