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Juni 15, 2024

UNERWÜNSCHTE GA4 VERWEISE (REFERRALS) ausschließen

Unerwünschte Verweise (Referrals) können unsere Auswertungen in GA4 beinträchtigen und uns zu falschen Schlüssen bringen. Was Referrals eigentlich sind und wieso man sie besser ausschließen sollte, erklären wir dir in diesem Artikel.

Was sind Verweise bzw. Referrals

Verweise sind Zugriffe, die von einer anderen Quelle an deine Webseite weitergeleitet werden. Alle Nutzer die also auf deiner Webseite landen, nachdem sie auf einen Link geklickt haben, der von einer anderen Seite stammt (ausgenommen von Suchmaschinen), werden dann in deinen GA4 Berichten als Quelle “Referral”, zu deutsch “Verweis” getagged. 

Ein kleines Beispiel hierzu: Du hast zum Beispiel einen Blog, in welchem du Rezepte für leckere Gerichte veröffentlichst. Es kann nun sein, dass ein anderer Blog von deiner Rezeptidee inspiriert ist und ebenfalls einen Blog Artikel zu deinem Rezept verfasst. Dabei wird der Verfasser kreativ und fügt noch eigene Vorschläge zu deinem ursprünglichen Rezept hinzu (beispielsweise werden neue Gewürze verwendet oder ganze neue Zutaten hinzugefügt). Um dir Credits zu geben, verlinkt dich dieser Blog fairerweise unter dem Artikel als Quelle für die Idee.

Sollte nun jemand diesen anderen Blog Artikel lesen und dann auf den Link zu einer Website klicken, wird dieser Besucher in deinem GA4 Account als Medium "Referral" also als Verweis getagged. Die Quelle dieses Verweises ist dann die URL des anderen Rezepte Blogs. 

An sich klingt das eigentlich sehr gut, doch es gibt einen Grund wieso man solche Verweise in manchen Fällen ausschließen möchte. 

Wieso Referral Traffic stört

Ein häufiges Problem sind beispielsweise Zahlungsdienstleister. Wenn du auf deiner Webseite nämlich Produkte zum Kauf anbietest, dann wird der Nutzer, sobald er bezahlen möchte, auf die Webseite des Zahlungsdienstleisters weitergeleitet. 

Nehmen wir einmal PayPal als Beispiel. Hier loggt sich der Nutzer kurz ein, bestätigt die Zahlung und sobald diese abgeschlossen ist, landet er wieder auf deiner Website.

In der Regel hinterlegen die meisten hier eine Danke Seite, auf der dann ein Conversion Event gefeuert wird. Wenn man Paypal jetzt nicht als Verweis ausschließt, dann wird die Conversion nicht der eigentlichen Traffic Quelle (z.B. eine Werbeanzeige, die den Nutzer auf deine Website gebracht hat), sondern stattdessen PayPal zugeordnet. 

In deinen Berichten siehst du dann, dass PayPal eine Zahl von Conversions generiert hat, was aber eine vollkommen nutzlose Information ist. Die eigentliche Traffic Quelle die zur Conversion geführt hat, geht also total verloren. Aus diesem Grund ist es sehr wichtig, diese Zahlungsdienstleister URLs direkt auf die Verweise Ausschlussliste aufzunehmen, damit das eben nicht passiert. 

Die Umsetzung ist in GA4 super einfach, was ich dir jetzt gleich mal demonstrieren möchte.

Ungewollte GA4 Verweise in Google Analytics ausschließen

Unerwünschte GA4 Verweise kann man in wenigen Schritten ausschließen. Wir zeigen es in dieser Anleitung:

Logge dich zuerst in deiner Google Analytics 4 Property ein. Navigiere anschließend zu den Einstellungen, indem du links im Menü auf "Verwaltung" klickst und gehe dann auf "Datenstreams". Wähle hier den gewünschten Datenstream aus. 

Scrolle dann runter auf den Bereich "Google Tag", klicke dann auf "Tag-Einstellungen bearbeiten" und dann auf die Option "Mehr anzeigen". Anschließend kann unter "Liste unerwünschter Verweise" jeder unerwünschte Referral eingetragen werden. Sobald alles hinterlegt ist, klickst du oben rechts auf speichern und die Liste ist fertig angelegt. 

Durch diese Hinterlegung stellst du sicher, dass die angelegten Verweise nicht mehr in deinen Berichten auftauchen. Wenn nun beispielsweise ein Kunde ein Produkt mit PayPal bezahlt und dann auf der Dankeseite landet, dann wird die ausgelöste Conversion nicht mehr PayPal, sondern der tatsächlichen Quelle (z.B. eine Werbeanzeige) zugeordnet. 

Hinweis

Abschließend noch ein kurzer Hinweis. Falls du bereits Google Universal Analytics verwendet hast, dann musste auf der Verweis Ausschlussliste auch immer die eigene Domain angegeben werden, da diese in manchen Fällen selbst als Verweis angezeigt wurde. In Google Analytics 4 wurde das allerdings behoben, sodass die eigene URL und die Subdomains nicht mehr eingetragen werden müssen.  


In diesem Artikel haben wir dir nun gezeigt, wie du unerwünschte Referrals mit ein paar Klicks aus deinen Berichten ausschließen kannst. Damit kannst du eine hohe Qualität deiner Daten sicherstellen und erhältst einen besseren Einblick für deine Webanalysen.