Google Analytics einrichten (GA4) – Komplette Anleitung

Google Analytics einrichten (GA4) – Komplette Anleitung

Ein hochwertiges Webanalyse Setup mit Google Analytics 4 bildet die absolute Grundvoraussetzung für nachhaltigen Erfolg im Online Marketing. Denn damit kannst du die komplette Customer Journey deiner Website Besucher nachvollziehen und so dafür sorgen, dass du nicht weiterhin planloses Marketing nach Bauchgefühl betreiben musst, dass dir im Endeffekt nur Zeit, Geld und Energie raubt.

Kurzum:Google Analytis einrichten lohnt sich massiv und ist ein absolutes Pflichtprogramm für jedes Unternehmen, dass online versucht Kunden zu gewinnen.

In diesem Artikel (bzw. alternativ dem gleich folgenden Video) lernst du, wie du umfassend und Schritt-für-Schritt Google Analytics einrichten kannst. Und zwar in Kombination mit einem Cookie Banner.

Du hast am Ende also ein komplett funktionsfähiges und professionelles Google Analytics 4 Setup, mithilfe dessen du zukünftig datengetrieben Entscheidungen für dein Unternehmen treffen kannst.

Disclaimer: Dieser Artikel (bzw. das Video) stellt keine Rechtsberatung dar. Bei Unklarheiten solltest du in jedem Fall einen entsprechenden Fachanwalt konsultieren.

1. Google Analytics 4 Konto erstellen und Property erzeugen

Um Google Analytics 4 auf unserer Webseite zu nutzen, benötigen wir zunächst einmal ein Google Analytics Konto. Deshalb werde ich dir jetzt Mal Schritt-für-Schritt zeigen, wie du solch ein Google Analytics Konto anlegen kannst.

Zunächst einmal öffnest du auf deinem PC einen Webbrowser. Grundsätzlich kannst du jeden Webbrowser deiner Wahl verwenden. Ich würde dir aber auf jeden Fall empfehlen, den Google Chrome Webbrowser zu verwenden. Das ist der hauseigene Webbrowser von Google und für diesen gibt es zahlreiche nützliche Google Analytics Erweiterungen, die wir dann im weiteren Verlauf deiner Google Analytics Reise noch installieren werden.

Ich möchte auf diese Erweiterungen aber an dieser Stelle noch nicht weiter eingehen, da wir sie aktuell noch nicht benötigen. Zukünftig werden wir diese aber benötigen, weshalb du direkt zu Beginn mit dem Google Chrome Browser arbeiten solltest.

In diesem Browser öffnen wir jetzt die folgende URL: analytics.google.com

Um eine Google Analytics Property zu erstellen, benötigt man einen Google Account. Wenn du den Chrome Webbrowser nutzt, dann wirst du wahrscheinlich schon in einen Google Account eingeloggt sein. Wenn nicht fordert dich diese Seite hier nun im ersten Schritt dazu auf, dich in deinen gewünschten Google Account einzuloggen.

Falls du noch KEINEN Google Account besitzt, dann kannst du auf der Seite einfach auf den Button „Konto erstellen“ klicken und entsprechend einen Account erstellen.

Sobald du im richtigen Account angemeldet bist, kannst du auf der Website „analytics.google.com“ auf den Button „Messung starten“ klicken.

google analytics einrichten konto erstellen

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Damit gelangst du zur Google Analytics Konto Einrichtung.

Hinweis: Falls du auf deinem Google Account bereits ein oder mehrere Google Analytics Konten aktiviert hast, siehst du diese Seite, auf welcher der Button „Messung starten“ steht, nicht. In diesem Fall landest du automatisch auf deinem bereits existierenden Google Analytics Account. In diesem kannst du dir aber ebenfalls einfach ein neues Google Analytics Konto anlegen und zwar indem du links im Menü ganz unten auf „Verwaltung“ klickst. Und dann kannst du links oben auf „Konto erstellen“ klicken. Und dann landest du im gleichen Einrichtungsfenster, wie wenn du deinen ersten Analytics Account erstellen würdest.

Hier gibst du jetzt als Kontonamen einfach deinen Unternehmensnamen an. Du kannst hier aber auch jeden beliebigen anderen Namen wählen. Daraufhin folgen die Datenfreigabeeinstellungen. Aus datenschutzrechtlicher Perspektive empfiehlt es sich höchstwahrscheinlich, hier alle Häkchen zu entfernen.

kontodetails für analytics konto eintragen

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An dieser Stelle aber erneut der Hinweis: Ich selbst bin kein Rechtsanwalt und auch kein Datenschutz Experte. Dieser Artikel stellt also keine Rechtberatung dar. Sollten Unklarheiten bestehen, so konsultiere einen entsprechenden Fachanwalt.

Wir entfernen also wie gesagt alle Häkchen und klicken auf „weiter“.

Als nächstes geht es darum, die sogenannte Property zu erstellen. In Google Analytics ist eine Property in der Regel eine Website, eine mobile Anwendung oder ein Gerät, das Daten an Google Analytics sendet.

Man kann sich eine Property also als eine Art Datencontainer vorstellen, weil sie alle Daten sammelt und enthält, die von einer spezifischen Quelle (zum Beispiel eben von einer Website) gesendet werden.

Wenn man also beispielsweise eine Website hat, dann kann man für diese eine Property anlegen. Alle Daten, die von dieser Website gesammelt werden, wie z.B. Seitenaufrufe, Benutzerinteraktionen, Sitzungsdauer und so weiter, würden dann in dieser Property gespeichert werden.

Das schöne an Google Analytics ist, dass du in einem Google Analytics Konto mehrere Properties anlegen kannst. So kann man dafür sorgen, dass man Daten von mehreren Websites oder generell von mehreren Projekten getrennt voneinander halten kann.

In den meisten Fällen hat man aber ohnehin nur eine Website, für die man dann eben einmal eine Property erstellt und dann kann man damit perfekt arbeiten.

Ich erstelle jetzt also mal eine Property für unsere Demo-Website, deshalb wähle ich als Propertyname den Domainnamen, nämlich: freds-kochschule.com. Und dann kann man noch die Zeitzone sowie die gewünschte Währung einstellen, damit die Standardberichte von GA4 direkt richtig vorkonfiguriert werden.

property konfiguration

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Anschließend klicken wir auf den „Weiter“ Button.

Im dritten Schritt hat man nun die Möglichkeit, Informationen zum eigenen Unternehmen anzugeben. Hier einfach die entsprechenden Angaben tätigen und auf den „Weiter“ Button klicken.

Anschließend muss man die Geschäftsziele festlegen. Man kann Google Analytics hierüber mitteilen, für was man das Tool konkret nutzen möchte, damit entsprechende Standard-Berichte schon vorkonfiguriert werden. Hier empfiehlt es sich, einfach nur „Berichte zu ursprünglichen Daten abrufen“ anzuwählen. Und anschließend klickt man auf „Erstellen“.

Daraufhin öffnet sich dann noch ein Popup, in welchem man den Nutzungsbedingungen zustimmen muss. Sobald die Zustimmung erfolgt ist, wurde die Property in Google Analytics eingerichtet.

Und wie du siehst wird dir nun direkt ein Fenster angezeigt, in welchem man sich einen sogenannten Datenstream erzeugen kann.

google analytics einrichten - datenstream konfiguration

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Das werden wir aber erst in einem späteren Schritt umsetzen, da wir uns zunächst noch einen sogenannten Google Tag Manager Account anlegen müssen.

Deshalb klicken wir auf den „Vorerst überspringen“ Button. Anschließend klicken wir auf „Weiter zur Startseite“ und befinden uns nun im Startfenster des Google Analytics Accounts.

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2. Google Tag Manager Account erstellen

Beginnen wir nun damit, uns einen Google Tag Manager Account zu erstellen. Denn das ist ein weiteres Google Tool welches wir benötigen werden, um Google Analytics einrichten zu können.

2.1. Was ist der Google Tag Manager und wieso sollte man diesen nutzen?

Zunächst mal möchte ich dir ganz kurz erklären, was der Tag Manager ist und wieso wir diesen zukünftig verwenden werden. Der Google Tag Manager (kurz GTM) ist ein kostenloses Tool, das entwickelt wurde, um Marketern und Webentwicklern die Verwaltung von sogenannten Website-Tags zu erleichtern.

Und so ein „Tag“ in diesem Zusammenhang ist ein Stück Code, das auf einer Website eingefügt wird, um Informationen zu sammeln und an Dritte zu senden.

Im Falle von Google Analytics sammelt so ein Tag dann also Informationen von Website Besuchern, trackt also deren Verhalten auf deiner Website, und sendet diese Daten dann an deine Google Analytics Property, die wir ja im Abschnitt zuvor erstellt haben.

Bevor es den Google Tag Manager gab, musste man den Code, der eben dafür sorgt das Daten an GA4 gesendet werden, manuell in die Webseite einprogrammieren. Das war sehr zeitaufwändig, man hat immer die Hilfe von Entwicklern benötigt, es war fehleranfällig und auch das Warten von größeren Projekten wurde immer komplexer.

Mit dem Google Tag Manager wurde dieses Problem aber wie gesagt behoben, weil man über diesen eine schöne und intuitiv bedienbare Benutzeroberfläche hat, die es auch Leuten ohne Programmierkenntnissen sehr einfach ermöglicht, Tags in die Webseite einzufügen, oder bestehende Tags anzupassen bzw. zu verwalten.

Man muss den Tag Manager also nur einmal manuell auf der Webseite einbauen und dann kann man fortan über den Tag Manager (komplett ohne Programmierkenntnisse) beliebig viele andere Tags zur Webseite hinzufügen. Und das großartige ist, dass man mit dem Tag Manager nicht NUR Google Analytics einrichten kann. Man kann damit auch Tags für Google Ads, für den Facebook Pixel, für den Tiktok Pixel, etc. einfügen.

Insgesamt ist der Google Tag Manager für Online Marketing Zwecke also ein äußerst nützliches Werkzeug für jeden, der Daten auf einer Website erheben und weitersenden möchte, ohne den Quellcode der Webseite manuell bearbeiten zu müssen.

Und genau deshalb, werden wir das Google Analytics einrichten auch direkt über den Tag Manager umsetzen. Weil es einfach absoluter Standard geworden ist und du dann am Ende vor allem eine Lösung auf deiner Website implementiert hast, die du selbst oder dein Team komplett ohne die Hilfe von Programmierern weiterentwickeln könnt.

2.2. Google Tag Manager Account anlegen

Jetzt wo du mal in der Theorie gehört hast, was der Tag Manager ist, werden wir uns nun im ersten Schritt mal einen Tag Manager Account anlegen. Hierzu gehen wir auf die Website tagmanager.google.com.

Und dann klickst du oben rechts auf den Button „Konto erstellen“.

tag manager account erstellen

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Und auch hier erinnert die Konto Erstellung wieder sehr an die Google Analytics Konto Erstellung, da der Tag Manager sehr ähnlich strukturiert ist.

Zuerst muss man wieder den Kontonamen wählen. Du gibst also beispielsweise wieder den Namen deines Unternehmens (in meinem Fall “Freds Kochschule”) ein. Daraufhin wählst du das Land aus, in meinem Fall Deutschland. Das “Häkchen” bei “Daten anonym an Google und andere weitergeben” lasse ich leer.

tag manager konto einrichtung

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Als nächstes erzeugt man jetzt einen sogenannten Container. Das ist in etwa vergleichbar mit der Property beim Google Analytics einrichten. Hier geben wir als Namen einfach wieder die URL von unserer Website an, auf der wir den Tag Manager gleich nutzen werden. In meinem Fall gebe ich also freds-kochschule.com ein. Und als Zielplattform wählen wir Web, weil wir ja mit einer Website arbeiten möchten.

tag manager container konfiguration

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Dann klickst du auf „Erstellen“, akzeptierst die Nutzungsbedingungen und bestätigst das Ganze oben rechts in der Ecke.

Damit hast du jetzt erfolgreich einen Google Tag Manager Container angelegt und nun öffnet sich direkt ein Popup mit einem sehr kryptisch aussehendem JavaScript-Code-Schnipsel. Und diesen müssen wir jetzt auf unserer Webseite installieren, damit der Google Tag Manager funktioniert.

tag manager javascript code

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Das machen wir jetzt aber noch nicht direkt, denn um GA4 über den Google Tag Manager DSGVO konform zu installieren, müssen wir den Nutzer immer zuerst nach seiner Einwilligung fragen. Und das gelingt über einen Cookie Banner.

Das heißt, wir installieren jetzt im nächsten Schritt noch auf unserer Webseite einen Cookie Banner. Über diesen integrieren wir dann den Google Tag Manager. Und über den Google Tag Manager werden wir dann Google Analytics einrichten .

Das klingt jetzt zu Beginn alles noch kompliziert, aber wenn wir das erstmal umgesetzt haben, wirst du es verstehen, versprochen!

3. Cookie Banner installieren

In diesem Abschnitt werden wir nun einen Cookie Banner auf unserer Website implementieren.

Da heutzutage nahezu jede Website über WordPress umgesetzt ist, werden wir das direkt am Beispiel von WordPress machen. Natürlich kannst du mit unterschiedlichsten Cookie Banner Lösungen aber auch auf nicht WordPress Websites das Tracking entsprechend aufsetzen (wenn du dabei Hilfe benötigst, kannst du gerne unseren Implementierungsservice nutzen).

In WordPress stehen einem jetzt tatsächlich sehr viele Cookie Banner Lösungen als Plugins zur Verfügung. Generell ist es so, dass der Großteil dieser Lösungen nicht kostenlos ist. Die Gute Nachricht ist aber, dass diese auch nicht teuer sind. In der Regel zahlt man pro Jahr irgendetwas zwischen 30 und 70 Euro und dann ist man direkt mit einer hochwertigen Cookie Banner Lösung ausgestattet.

Dir ist natürlich komplett freigestellt, für welche Lösung du dich entscheidest. Ich habe bisher die besten Erfahrungen mit Borlabs Cookie und Real Cookie Banner gemacht.

Seit einiger Zeit nutze ich aber fast nur noch Real Cookie Banner, da es wirklich eine hervorragende Lösung ist, mit der man alle Use-Cases super sauber und gesetzeskonform umsetzen kann. Und diese Lösung ist zudem auch sehr übersichtlich.

Also wenn du bisher auf deiner Webseite noch keinen Cookie Banner implementiert hast, dann würde ich dir ganz klar „Real Cookie Banner“ empfehlen. Eine Lizenz hierfür kostet gegenwärtig 59 Euro pro Jahr, was hierfür ein wirklich sehr fairer Preis ist.

Um also Real Cookie Banner auf deiner Webseite zu installieren, musst du zunächst eine Lizenz erwerben. Du gehst hierzu also im ersten Schritt auf deren Website (mit dem Gutscheincode DATENVERSIERT erhältst du 20% Rabatt): https://devowl.io/de/wordpress-real-cookie-banner/*

Und dort klickst du dann auf den „Jetzt kaufen“ Button, woraufhin du zu der Preisübersicht heruntergescrollt wirst. Der einzige Unterschied zwischen den ganzen Plänen, ist die Anzahl der Websites.

 Das heißt: Wenn du nur eine Webseite hast, dann nimmst du den günstigsten Plan. Wenn du mehrere Websites hast, auf der dieses Plugin installiert werden soll, dann wählst du eben entsprechend eine passende höhere Lizenz aus. Nachdem du die Lizenz bezahlt hast, erhältst du eine Bestätigungs E-Mail, in welcher sowohl dein Lizenzcode als auch der Download Link des Plugins enthalten ist.

Als nächstes loggst du dich auf deiner WordPress-Seite ein und klickst dort im Menü auf den Reiter „Plugins“. Und dann oben auf den Button „Installieren“.

Anschließend klickst du hier oben auf den Button „Plugin hochladen“. Im sich daraufhin öffnendem Dialog wählst du das zuvor heruntergeladene Plugin aus und lädst es entsprechend hoch. Dann aktivierst du es über den „Aktivieren“ Button und damit erscheint nun links im Menü der zusätzliche Menüpunkt „Cookies“, über welchen du fortan in das Einstellungsmenü des Cookie Banners gelangst.

Im ersten Schritt wirst du nun dazu aufgefordert, deine zuvor erworbene Lizenz zu aktivieren. Du gibst den Lizenzcode in diesem Feld also ein und wählst als Installationstyp „Produktion“ aus. Anschließend setzt du die entsprechenden Häkchen und klickst du auf „Lizenz aktivieren & Fortfahren“.

Und damit landest du nun automatisch im Einstellungsmenü des Cookie Banners.

Wir klicken hier nun oben im Menü auf „Einstellungen“. Und anschließend hinterlegen wir entsprechend das Impressum sowie die Datenschutzerklärung.

Damit der Cookie Banner nun auf der Website angezeigt wird, musst du noch ganz oben beim Punkt „Cookie Banner/Dialog“ den Toggle-Button auf „aktiviert“ setzen. Und dann muss man ganz unten lediglich noch auf „Einstellungen speichern“ klicken.

Damit ist der Cookie Banner nun auf der Website aktiv. Sobald ein Nutzer also das erste Mal die Website aufruft, wird er über diesen Cookie Banner nun fortan immer nach seinen Einwilligungen gefragt. Immer wenn wir fortan ein neues Tracking Tool auf unserer Seite implementieren, so müssen wir es zu unserem Cookie Banner hinzufügen. Wie das funktioniert, wirst du jetzt im weiteren Verlauf dieses Artikels noch Schritt-für-Schritt lernen.

Du hast nun zusammengefasst also schon ein Google Analytics Konto, ein Google Tag Manager Konto und einen Cookie Banner auf deiner Webseite implementiert. Und das müssen wir jetzt im nächsten Schritt noch alles miteinander kombinieren, um Google Analytics einrichten zu können.

4. Google Tag Manager über den Cookie Banner einbinden

Um erfolgreich Google Analytics einrichten zu können, müssen wir jetzt noch sowohl den Google Tag Manager als auch Google Analytics auf unserer Website einbinden. Und zwar so, dass dies alles in Kombination mit dem Cookie Banner korrekt funktioniert.

Hierfür haben wir in den vorangegangen Videos bereits einiges vorbereitet. Wir haben uns zum einen, ein Google Analytics Konto samt einer Property erzeugt. An diese Property werden wir alle unsere gesammelten Daten über unsere Website Nutzer senden.

Um diese ganzen Daten nach unseren Vorstellungen super flexibel zu erheben, haben wir uns auch noch ein Google Tag Manager Konto erzeugt. Mit dem Tag Manager werden wir die Daten auf unserer Webseite sammeln und dafür sorgen, dass sie eben an Google Analytics gesendet werden.

Und dann haben wir auch noch einen Cookie Banner installiert, damit wir die Daten der Nutzer nur erheben, wenn sie dem auch zugestimmt haben.

Und diese 3 Teilstücke werden wir nun in diesem und im darauf folgenden Abschnitt zusammenführen, sodass wir dann ein funktionierendes Setup haben, dass dann als Grundlage für deine Ganze weitere Analytics Reise dient.

Das erste was wir mal tun müssen, ist, den Google Tag Manager auf unserer Webseite über den Cookie Banner einzubinden.

Hierfür müssen wir zunächst den Real Cookie Banner Tag Manager Modus aktivieren. Damit sagen wir dem Plugin, dass wir zukünftig alle unseres Services mit dem Google Tag Manager steuern möchten.

In deinem WordPress Backend gehst du also auf den Menüpunkt „Cookies“ in der linken Seitenleiste. Und Im Tab „Einstellungen > Allgemein“ findest du die Option „Lade Services nach Einwilligung mittels“.

Hier wählen wir jetzt „Google Tag Manager Ereignis“ aus.

Info: In diesem Artikel zeigen wir die Einbindung von Google Analytics 4 ohne den sogenannten Google Consent Mode. Wenn du mit Google Analytics Zielgruppen bilden möchtest, so musst du Google Analytics seit März 2024 mit dem Google Consent Mode einbinden. In unserem Google Analytics Expert Training zeigen wir im Detail und Schritt-für-Schritt, wie das auch mit dem Google Consent Mode umsetzbar ist. Das Training wird auch immer geupdated, sobald es relevante Änderungen seitens Google gibt.

Nun können wir unser Google Tag Manager Konto über den Cookie Banner auf unserer Webseite einbinden. Falls du schon mal zuvor in der Vergangenheit den Google Tag Manager auf deiner Webseite eingebunden hast, dann musst du diesen zuvor wieder entfernen. Denn es ist zwingend notwendig, dass wir den Google Tag Manager jetzt über dieses Cookie Banner Plugin einbinden, da die beiden Komponenten sonst nicht korrekt zusammenarbeiten.

Das ist wirklich sehr wichtig, denn wenn du zuvor schon mal den Tag Manager irgendwie auf deiner Webseite installiert hast, dann feuert der Tag Manager, obwohl er möglicherweise gar keine Einwilligung vom Nutzer bekommen hat. Deshalb unbedingt alle vorherigen Implementierungen entfernen und den Google Tag Manager sauber genau wie hier in der Anleitung beschrieben erneut über das Cookie Banner Plugin einbinden.

Um das in der Praxis umzusetzen, klickst du auf den Menüpunkt „Services (Cookies)“.

Und hier können wir jetzt fortlaufend alle gewünschten Services einbinden, für die wir eben eine Einwilligung benötigen. Und diese Services sind standardmäßig in Cookie Gruppen gruppiert und da gibt es standardmäßig die Gruppen „Essenziell“, „Funktional“, „Statistik“ und „Marketing“.

Das heißt: Jeden Service, den wir einbinden, müssen wir in eine dieser Gruppen einsortieren, denn der Nutzer kann über den Cookie Banner später auch ganze Cookie-Gruppen an bzw. abwählen.

Der Tag Manager wird in der Regel in der Gruppe „Funktional“ eingegliedert. Wir klicken also auf „Funktional“ und anschließend auf den Button „Service hinzufügen“.

Das großartige am Real Cookie Banner ist, dass wir für dutzende Services schon fertige Vorlagen haben, die wir verwenden können. Unteranderem auch für den Google Tag Manager.

Um diese zu nutzen, gibst du in der Suchleiste „Tag Manager“ ein und wählst dann die Google Tag Manager Vorlage aus.

Wie du siehst, sind in der Vorlage schon zahlreiche wichtige Punkte vorausgefüllt. Wir müssen lediglich noch die Google Tag Manager Container-ID ergänzen.

Diese wird dir in deinem Google Tag Manager Account rechts oben angezeigt. Wir kopieren uns diese also in die Zwischenablage und fügen sie im entsprechenden Feld der Google Tag Manager Service Vorlage ein. Anschließend scrollen wir nach ganz unten und klicken auf „Änderungen speichern“.

Und damit haben wir den Google Tag Manager jetzt erfolgreich eingerichtet.

Um zu prüfen, ob das auch tatsächlich funktioniert hat, kannst du dir jetzt eine kostenlose und sehr nützliche Chrome Erweiterung installieren. Und zwar die Erweiterung „Analytics/GTM/Pixel Debugger“.

Du findest diese unter folgendem Link: https://chromewebstore.google.com/detail/analyticsgtmpixel-debugge/canpneabbfipaelecfibpmmjbdkiaolf

Nachdem du diese installiert hast, kannst du hier oben immer auf dieses “Puzzle-Teil” klicken und dort sind dann alle deine installieren Erweiterungen aufgelistet. Und den Analytics/GTM/Pixel Debugger kannst du jetzt anpinnen, indem du auf die Stecknadel klickst und dann erscheint die Erweiterung permanent direkt neben dem Puzzle-Teil in der Schnellauswahl.

Nun klickst du die Erweiterung an und aktivierst rechts oben den Toggle „GTM-Tracking“. Denn wenn man diesen Toggle nicht aktiviert, sieht man die Google Tag Manager Aktivitäten nicht (diese werden wir aber gleich sehen wollen).

Dann öffnest du deine Webseite, auf der du den Tag Manager eben eingebunden hast, oder lädst sie neu, falls du dich bereits auf dieser befinden solltest. Anschließend klickst du neben deiner URL auf dieses kleine Schloss, dann auf “Cookies und Websitedaten” und dann auf “Cookies und Websitedaten verwalten”. Über den Mülltonnen-Icon kannst du alle bestehenden Cookies nun mit nur einem Klick löschen.

Daraufhin lädst du die Website nochmal neu und nun sollte der Cookie Banner erscheinen. Wenn du nun auf die Analytics/GTM/Pixel Debugger Erweiterung klickst, sollte hier nach wie vor noch nichts angezeigt werden. Was vollkommen korrekt ist, denn wir als Nutzer haben ja aktuell noch keinen Optin über den Cookie Banner vorgenommen.

Wenn wir jetzt aber auf “Alle akzeptieren” klicken und dann erneut in die Erweiterung gucken, dann sehen wir, dass nun der Google Tag Manager Tag gefunden wurde und hier folglich aufgelistet wird. Damit haben wir also verifiziert, dass der Google Tag Manager über den Cookie Banner erfolgreich eingebunden wurde. Denn er wird nur eingebunden, wenn der Nutzer über den Cookie Banner seine Einwilligung erteilt hat.

Und wenn du das so nachgemacht hast, dann bist du jetzt wahrscheinlich schonmal 50% aller Webseiten einen Schritt voraus, denn in der Regel ist der Cookie Banner komplett falsch implementiert, was dazu führt, dass Einwilligungen der Nutzer gar nicht beachtet werden. Und das ist dann natürlich ein grober Datenschutzverstoß und der Großteil der Webseitenbetreiber merkt es gar nicht.

Also ich denke du merkst schon, diese Chrome Erweiterung ist ein wahnsinnig nützliches Tool und das Beste ist, dass wir damit nicht nur den Tag Manager sondern auch alle anderen Tracking Dienste sehen können, sobald wir sie eingebunden haben (beispielsweise Google Analytics). Dazu dann aber gleich im nächsten Abschnitt mehr.

Ich habe im übrigen auch ein Youtube-Video gemacht, in welchem ich diese Chrome Erweiterung nochmal detaillierter vorstelle:

Natürlich ist es jetzt so, dass du dem Nutzer auch noch die Option zur Verfügung stellen musst, dass er die Entscheidung über seine Einwilligung nachträglich verändern kann.

Das heißt: du musst eine sogenannte Opt-out Möglichkeit zur Verfügung stellen.

Und genau das möchten wir nun auch noch direkt umsetzen. Hierzu klickst du im WordPress-Backend wieder auf den Menüpunkt Cookies, um in die Einstellungen des Cookie-Banners zu gelangen.

Dann klickst du im Menü auf „Einwilligungen“ und dann auf den Untermenüpunkt „Rechtliche Links“.

Dort angekommen klickst du auf „Shortcode generieren (erweitert)“.

Und nun siehst du Links den Punkt „Privatsphäre-Einstellung ändern“.

Hier klickst du jetzt z.B. auf „Button“ (weil ich das über einen Button darstellen möchte, du könntest aber auch das Link-Format wählen) und dann siehst du ganz unten einen Shortcode, welchen du direkt mal in die Zwischenablage kopierst.

Diesen Shortcode kannst du jetzt an beliebigen Stellen auf deiner Webseite über HTML einbinden. Und überall wo dieser eingebunden wurde, erscheint dann ein Button, über welchen der Nutzer den Cookie Banner erneut öffnen und seine Einstellungen modifizieren kann.

Es empfiehlt sich, diesen Button am besten im Website Footer einzubinden, sodass der Nutzer auf jeder Seite seine Einwilligungen anpassen kann. Zudem macht es auch Sinn, den Button an der entsprechenden Stelle in der Datenschutzerklärung (an welcher es um Cookies geht) einzubinden.

Ich habe das auf der Datenschutzseite nun beispielshaft umgesetzt.

Sobald wir hier nun drauf klicken, öffnet sich der Cookie Banner erneut und wir können die Einwilligung nun beispielsweise widerrufen.

Wenn wir nun erneut in unsere Chrome Erweiterung blicken, dann sehen wir, dass der Tag Manager nun wieder deaktiviert wurde. Sobald man erneut zustimmt, wird dieser wieder aktiviert.

Du hast den Cookie Banner nun also so implementiert, dass die Einwilligung für den Google Tag Manager korrekt funktioniert.

Da wir dies nun geschafft haben, haben wir die Grundvoraussetzung geschaffen, um im nächsten Schritt nun Google Analytics einrichten zu können.

5. Google Analytics einrichten über den Google Tag Manager in Kombination mit dem Cookie Banner

In diesem Abschnitt werden wir nun noch den finalen Schritt unseres grundlegenden Setups machen, denn wir werden über den Google Tag Manager in Kombination mit dem Cookie Banner Google Analytics einrichten.

Es sollen also in anderen Worten nur Daten an Google Analytics gesendet werden, wenn der Nutzer dies zuvor auch über den Cookie Banner eingewilligt hat.

Im ersten Schritt müssen wir hierfür einen Datenstream in Google Analytics einrichten.

Im ersten Abschnitt dieses Artikels haben wir ja bereits ein Google Analytics Konto samt Property für deine Website erstellt. An diese Property werden wir fortan alle unsere Website-Analyse Daten senden. Damit diese Property aber jetzt mit Daten gefüttert werden kann, müssen wir zunächst noch einen sogenannten Datenstream innerhalb dieser Property erstellen.

Und das geht, indem du im Menü links unten auf „Verwaltung > Datenstreams“ klickst.

Zunächst mal, was ist ein Datenstream überhaupt und wie unterscheidet sich dieser zu einer Property.

Eine Property ist eine Art Container für alle Daten, die von einem Projekt gesammelt werden. Du kannst also über ein Google Analytics Konto mehrere Projekte tracken. Damit die Daten der unterschiedlichen Projekte nicht vermischt werden, muss aber jedes Projekt über eine eigene Property umgesetzt werden. Dadurch wird nämlich sichergestellt, dass die Daten der unterschiedlichen Projekte getrennt voneinander gehalten werden und sich nicht vermischen.

Innerhalb von einer Property kann man jetzt wiederum ein oder mehrere Datenstreams anlegen. Ein Datenstream bezeichnet in Google Analytics die Quelle der Daten. Dies kann eine Website, eine mobile App oder ein anderweitiges Gerät sein. Mit Datenstreams kannst du also spezifisch festlegen, von welcher Plattform oder welchem Gerät du die Nutzerdaten an deine Google Analytics Property senden möchtest.

Angenommen du hast ein Projekt, dass sowohl aus einer Webseite als auch einer App besteht. Dann legst du in der entsprechenden Property zu diesem Projekt 2 Datenstreams an. Einen für die Website und einen für die App.

In 99% der Fällen hast du aber wahrscheinlich keine eigene App und lediglich eine Website. Das heißt, du musst nur einen einzigen Datenstream erstellen und zwar vom Typ „Web“.

Und das setzen wir jetzt mal gemeinsam in der Praxis um. Wir klicken also auf „Web“.

Nun müssen wir als erstes die Website-URL eintragen, für die Wir Google Analytics einrichten möchten. In meinem Fall ist das freds-kochschule.com, in deinem Fall ist es eben DEINE Website.

Und dann gibt es noch das Feld Stream-Name und da kannst du einfach das gleiche nochmal angeben, also nochmal deine Website-URL. Daraufhin klicken wir auf „Stream erstellen“.

Jetzt siehst du hier eine Übersicht, über alle wichtigen Details zu deinem eben erzeugten Stream. Und um Google Analytics jetzt auf unserer Website einzubinden, benötigen wir gleich die oben angezeigte Mess-ID.

In Google Analytics selbst haben wir damit alles soweit vorbereitet.

Jetzt wechseln wir zurück auf unsere Website, denn nun müssen wir im nächsten Schritt Google Analytics als weiteren Service zu unserem Cookie Banner hinzufügen.

An dieser Stelle noch die kurze Erinnerung: im letzten Video hatten wir ja unter Einstellungen ganz unten “Lade Services nach Einwilligung Mittels…” auf “Google Tag Manager Ereignis” gesetzt. Das ist wichtig, denn dadurch können wir jetzt gleich im folgenden alle weiteren Services die wir hinzufügen, über den Google Tag Manager aussteuern.

Wir klicken nun also auf „Services“, gehen in die Kategorie „Statistik“ und fügen nun Google Analytics 4 hinzu. Auch hierzu gibt es jetzt für das Google Analytics einrichten eine fertige Vorlage, die wir direkt auswählen.

Hier kann man bei Bedarf nun alle Informationen ergänzen, die man noch zusätzlich im Cookie Banner angezeigt haben möchte. Ich bin mit den Informationen, die in der Vorlage enthalten sind aber zufrieden und füge nichts weiteres hinzu.

Wenn man nun weiter runterscrollt, sieht man, dass hier unten nun der Punkt „Ereignisnamen für Google Tag Manager“ erscheint.

Diese Option erscheint hier eben nur dann, wenn du wie ich es dir gerade nochmal zuvor wiederholend gezeigt habe, in den Einstellungen „Lade Services nach Einwilligung mittels…“ auf „Google Tag Manager Ereignis“ gesetzt hast.

Hier definiert man jetzt nämlich die Ereignis-Namen, auf die der Google Tag Manager reagieren soll. Und hier gibt man sowohl den einen Ereignisnamen für das Opt-in, wie auch das Opt-out an.

Zum Verständnis: Wenn jemand den Cookie Banner angezeigt bekommt und dann zum Beispiel auf „Alle akzeptieren“ klickt, dann bestätigt er damit ja auch diesen Google Analytics 4 Service und somit feuert das Opt-in Ereignis für diesen Service.

Der Google Tag Manager bekommt in diesem Fall von Google Analytics also mitgeteilt, dass das Ereignis ga-opt-in ausgelöst wurde.

Umgekehrt gilt: Wenn der Nutzer keine Cookies akzeptiert oder nur Google Analytics 4 über den Cookie Banner deaktiviert, wird das Opt-out Ereignis gefeuert. Der Google Tag Manager bekommt in diesem Fall also mitgeteilt, dass das Ereignis ga-opt-out ausgelöst wurde.

Alles was wir aber benötigen, um über den Google Tag Manager Google Analytics einrichten zu können, ist lediglich das Opt-in Ereignis. Das Opt-out Ereignis benötigten wir nicht, aber es ist standardmäßig eben dennoch implementiert und wird folglich auch gefeuert. Wir werden im Google Tag Manager später aber nicht darauf reagieren, weil wir für ein funktionierendes Setup nur das Opt-in Ereignis benötigen werden.

So jetzt wären wir hier im Cookie Banner eigentlich soweit fertig. Denn das einzige was wir hier konfigurieren müssen, um Google Analytics einrichten zu können, ist das falls das GA4 Tracking akzeptiert wird, das Google Tag Manager Opt-in Ereignis gefeuert werden soll. Im Google Tag Manager wird dann der Rest erledigt.

Jetzt gibt es hier unten aber noch das Pflichtfeld mit der Measurement-ID. Das heißt, wir können diese Vorlage NICHT speichern, wenn wir hier nicht die Measurement-ID einfügen.

Von der grundlegenden Logik müssten wir diese hier gar nicht eintragen, denn wir werden den Rest ja gleich über den Google Tag Manager erledigen. Wir werden also gleich im Google Tag Manager an einer bestimmten Stelle die Mess-ID einfügen.

Jetzt kann es aber sein, dass je nachdem was der Nutzer im Cookie Banner akzeptiert, es später zu einem speziellen Sonderfall kommen kann. Aus diesem Grund muss man hier jetzt ebenfalls die Measurement-ID einfügen, die uns zuvor im Datenstream angezeigt wurde.

Wir kopieren diese also aus den Google Analytics Datenstream Einstellungen in die Zwischenablage und fügen sie hier ein.

Und anschließend müssen wir hier unten noch den im Bild markierten Toggle Button aktivieren.

BILD

Wie gesagt, dass ist jetzt nur für einen speziellen Sonderfall notwendig, welchen wir dir im Detail in unserem Google Analytics 4 Expert Training erklären. An dieser Stelle würde das den Rahmen sprengen, da wir uns in diesem Artikel auf das grundlegende Google Analytics einrichten fokussieren möchten.

Wir klicken nun also ganz unten auf den „Speichern“ Button und damit haben wir das Google Analytics einrichten jetzt im Cookie Banner abgeschlossen.

Im nächsten Schritt müssen wir jetzt die Logik im Hintergrund implementieren. Wir müssen also im Google Tag Manager prüfen, ob der Nutzer im Cookie Banner dem Google Analytics 4 Service zugestimmt hat und wenn ja, dann möchten wir das Tracking auf unserer Website aktivieren.

Wir wechseln nun also in unser Google Tag Manager Konto. In diesem gibt es jetzt sogenannte Tags und Trigger. Das sind im Prinzip die wichtigsten Bausteine in diesem Tool.

Ein Tag ist nichts anderes als ein Stück Code, dass vom Google Tag Manager auf unserer Webseite ausgeführt wird.

Und der Trigger ist der Auslöser für einen Tag. Das heißt, nur wenn ein bestimmter Trigger ausgelöst wurde, soll ein bestimmter Tag auf unserer Seite ausgeführt werden.

Wir haben ja zuvor im Cookie Banner eingestellt, dass wenn dem Service Google Analytics zugestimmt wird, das Tag Manager Ereignis ga-opt-in ausgelöst wird.

Das ist also der Auslöser und deshalb bauen wir uns jetzt im ersten Schritt hierzu einen entsprechenden Trigger.

Wir klicken also auf den Menüpunkt „Trigger“ und dann rechts oben auf den „Neu“ Button, um einen neuen Trigger hinzuzufügen.

Diesem können wir direkt einen Namen geben, ich nenne diesen „Google Analytics Trigger – ga-opt-in“. Als Trigger-Typ wählen wir „Benutzerdefiniertes Ereignis“ und in die sich daraufhin öffnende Vorlage müssen wir nur noch den Ereignisnamen eingeben, und dieser lautet „ga-opt-in“. Daraufhin speichern wir den Trigger.

Aktuell ist es also so: Der Cookie Banner erscheint auf unserer Website, der Nutzer stimmt allen Cookies zu, damit wird auch GA4 zugestimmt und somit wird das Tag Manager Ereignis ga-opt-in gefeuert. Dnd wenn das passiert, wird dieser eben angelegte Trigger nun ausgelöst.

Im nächsten Schritt müssen wir jetzt einen Tag erzeugen, der den GA4 Code enthält und das Tracking umsetzt und diesen Tag koppeln wir dann an diesen eben erzeugten Trigger.

Wir klicken also links im Menü auf „Tags“ und erzeugen über den „Neu“ Button einen neuen Tag.

Und hier müssen wir nun einen sogenannten Tag und einen entsprechenden Trigger, der den Tag dann auslöst, konfigurieren.

Wir starten mit der Tag-Konfiguration, in dem wir hier auf “Tag-Konfiguration” klicken. Daraufhin öffnet sich jetzt rechts ein Menü und in diesem müssen wir einen sogenannten Tag-Typ auswählen. Wie du auf den ersten Blick schon sehen kannst, gibt es jetzt Tag-Typen für unterschiedlichste Tools. Beispielsweise für Google Analytics, für Google Ads und viele mehr.

Da wir gerade Google Analytics einrichten, klicken wir auf „Google Analytics“. Und dann sehen wir quasi alle Tag-Typen, die für das Tool Google Analytics existieren. Gegenwärtig gibt es vier unterschiedliche Tag-Typen. Die unteren beiden beziehen sich auf ältere Google Analytics Versionen. Diese sind also komplett irrelevant für uns.

Uns interessieren nur diese beiden Tag-Typen hier oben, nämlich einmal der Google Tag und einmal der Tag mit dem Namen Google Analytics: GA4-Ereignis.

Um Google Analytics auf unserer Webseite grundlegend aufzusetzen, was wir ja hier gerade auch machen wollen, benötigen wir jetzt den Google-Tag. Den GA4-Ereignis Tag werden wir nämlich erst in späteren Angelegenheiten benötigen, wir können diesen also komplett ignorieren. Im Google Analytics 4 Expert Training wirst du aber auch diesen Tag-Typ im Detail kennenlernen.

Wir klicken also den Google-Tag an.

Wie du sehen kannst, handelt es sich hierbei um eine fertige Vorlage, in die wir nur noch unsere Mess-ID von unserem Datenstream einfügen müssen.

Wir kopieren uns also wieder die Mess-ID aus den Google Analytics Datenstream Einstellungen in die Zwischenablage und fügen sie hier in das Feld „Tag-ID“ ein.

Und das wars jetzt im Endeffekt auch schon. Hier unten hat man zwar noch weitere Einstellungsmöglichkeiten, nämlich für die Konfigurationseinstellungen, für die gemeinsamen Ereigniseinstellungen und die erweiterten Einstellungen.

Aber das ist alles sehr fortgeschritten und für das grundlegende Google Analytics einrichten nicht von Nöten.

Mit der Einrichtung des Google-Tags werden wir soweit fertig. Jetzt möchte ich dir aber noch eine coole Sache zeigen.

Und zwar haben wir im Feld „Tag-ID“ ja gerade eben die GA4 Mess-Id eingefügt. Diese Mess-ID identifiziert unser Google Analytics Datenstream und dadurch weiß der Tag hier, wo er die Daten hinsenden soll. Du wirst im weiteren Verlauf deiner Analytics Reise aber noch viele weitere Tags anlegen. Und deshalb kann ich schonmal vorwegnehmen, dass IMMER wenn wir etwas an Google Analytics senden möchten, wir wieder diese Mess-ID benötigen werden.

Das heißt wir müssen dann immer wieder in unser Google Analytics Konto gehen, dort in die Datenstream-Einstellungen navigieren und uns diese Mess-ID erneut kopieren. Das ist aufwendig und nervt.

Genau aus diesem Grund gibt es im Tag Manager auch das Konzept von sogenannten Variablen.

So eine Variable kann man sich als eine Art Behälter vorstellen, in welche man einen Wert speichern kann.

Und deshalb werden wir uns jetzt für diese Mess-ID noch direkt eine Variable erstellen und in dieser die Mess-ID speichern. Das hat dann den Vorteil, dass immer wenn wir diese Mess-Id erneut benötigen, wir einfach nur die Variable einfügen müssen und in dieser ist dann die Mess-ID gespeichert. Damit sparen wir uns also viel Arbeit, wieso wir das jetzt auch direkt umsetzen werden.

Das heißt, wir löschen die Mess-ID hier nochmal raus und klicken stattdessen rechts auf diesen Lego-Baustein, das ist nämlich im Google Tag Manager das Symbol für Variablen.

Dann klicken wir rechts oben auf das Plus-Zeichen, um eine neue Variable hinzuzufügen. Daraufhin klicken wir auf „Variable konfigurieren“. Nun öffnet sich ein Menü, in welchem wir den sogenannten Variablen-Typ auswählen können. Wir benötigen in diesem Fall den Variablen-Typ „Konstant“.

Und in diese Vorlage müssen wir nun nur noch eingeben, was in der Variable gespeichert werden soll. Und da dies die Mess-ID ist, fügen wir diese hier ein. Dann müssen wir der Variable noch einen Namen geben. Ich wähle als Name „Konstant – G-KNREGCFRX2“ (also einen sprechenden Namen um direkt auf einen Blick zu erkennen, was sich in der Variable befindet).

Und dann klicken wir auf „Speichern“, wodurch diese Variable jetzt in das Feld „Tag-ID“ eingefügt wurde.

Immer wenn wir zukünftig also im Tag Manager unsere Google Analytics Mess-ID benötigen, so klicken wir einfach auf das Variablen-Symbol und wählen dann die eben angelegte Variable aus der Liste all unserer Variablen aus. Und diese wird dann automatisch eingefügt. Wir müssen dadurch also nicht mehr jedes mal mühsam in Google Analytics unsere Mess-ID raussuchen, weil wir sie nun ja in einer Variable permanent gespeichert haben.

Den Google-Tag haben wir damit also fertig konfiguriert. Jetzt müssen wir diesem Tag als nächstes noch einen Namen geben. Ich nenne diesen „GA4 – Config & page_view“

Ich würde dir empfehlen, diesen auch so zu nennen, denn das ist der Grund-Konfigurations-Tag, welcher eben die ganze Grundkonfiguration für uns übernimmt und alle page_view Ereignisse, also Seitenaufrufe, trackt.

Jetzt müssen wir nur noch einen Trigger auswählen, der angibt, wann dieser Tag auf unserer Website ausgelöst werden soll. Das ist ja der Trigger, den wir zuvor angelegt haben, nämlich „Google Analytics Trigger – ga-opt-in“. Diesen wählen wir also aus und klicken anschließend auf „Speichern“.

Und damit haben wir das Google Analytics einrichten nun erfolgreich abgeschlossen.

Der Google Tag Manager funktioniert jetzt aber so, dass alles was wir gerade noch erzeugt haben, noch nicht automatisch auf unserer Webseite live ist. Denn man muss erst auf „Senden“ klicken, um alle Veränderungen auch wirklich scharf zu schalten.

Bevor man das macht, sollte man seine Änderungen aber IMMER testen. Damit man auch sichern gehen kann, ob es tatsächlich so funktioniert, wie man sich das vorstellt. Und dazu hat der Google Tag Manager den sogenannten Vorschau-Modus.

Und diesen aktiviert man, über den „In Vorschau ansehen“ Button rechts oben neben dem „Senden“ Button. Auf diese klicken wir jetzt, damit ich dir nochmal im Detail erklären kann, was wir hier jetzt insgesamt umgesetzt haben. Und zudem können wir uns dadurch auch vergewissern, ob alles korrekt funktioniert.

Wenn du hier das erste Mal draufklickst, kann es sein, dass du noch gebeten wirst, eine weitere Chrome-Extension zu installieren (nämlich Tag Assistant Companion). Falls dies bei dir der Fall sein sollte, so installiere diese im ersten Schritt. Daraufhin startest du den Vorschau-Modus erneut wodurch sich nun ein neuer Tab öffnet.

In diesem musst du nun die URL eintragen, welche du testen möchtest. Du fügst diese also ein und klickst anschließend auf „Connect“. In einem weiteren Tab öffnet sich nun die Website.

Wenn wir nun in den anderen Tab zurück wechseln, sehen wir, dass die Verbindung erfolgreich hergestellt wurde (wir klicken also auf „continue“). Hier befinden wir uns nun im Tag Assistant, in welchem wir übersichtlich dokumentiert sehen können, was alles der Reihe nach geschehen ist, als wir unsere Website gerade geladen haben.

„Window loaded“ war dann der letzte Schritt, was bedeutet, dass die Seite erfolgreich vom Browser geladen wurde. All diese ganzen Schritte die hier links angezeigt werden, geschehen in wenigen Millisekunden. Deshalb ist dieser Vorschau-Modus (auch als Debug-Modus bezeichnet) so wertvoll, denn wir können uns im nach hinein sauber dokumentiert exakt ansehen, was beim laden der Seite in welcher Reihenfolge geschehen ist. Und dabei sieht man auch, welche Tags gefeuert wurden.

Auch wenn man nun auf eine andere Unterseite der Website navigiert und dann in den Tag Assistant zurückwechselt, sie man, dass sich im Tag Assistant ein neuer Seitenaufruf öffnet und auch für diesen werden nun wieder alle Ereignisse Schritt-für-Schritt angezeigt.

Wir sehen hier nun unteranderem, dass ein Schritt den Titel „ga-opt-out“ trägt. Dieses Ereignis erscheint hier nur, wenn der Nutzer im Cookie Banner dem Service Google Analytics nicht zugestimmt hat.

Wir öffnen also auf der Website nochmal den Cookie Banner und stimmen Google Analytics nun zu. Wir tätigen also den Opt-in.

Nun sehen wir links im Tag Assistant bei der Aufzählung der Schritte, dass kein ga-opt-out Ereignis mehr erscheint, sondern stattdessen ein ga-opt-in Ereignis. Dafür sorgt nun eben das Cookie Banner Plugin, weil wir es in den Schritten zuvor so konfiguriert haben.

Durch das ga-opt-in Ereignis wird nun der Trigger ausgelöst, denn wir zuvor im Google Tag Manager angelegt hatten. Und dadurch wird nun unser Google Analytics Konfigurationstag ausgelöst.

Man kann im Tag Assistant auch nochmal auf den Tag klicken, sodass einem Detail Informationen angezeigt werden, warum der Tag gefeuert wurde. Und da sieht man nun auch nochmal, weil eben der Trigger, der durch das ga-opt-in Ereignis ausgelöst wird, gefeuert wurde.

Das feuern dieses Tags führt nun auf unserer Website dazu, dass das Google Analytics Tracking aktiviert und die damit verbundenen Analyse-Daten nun an unsere Google Analytics Property gesendet werden.

Da wir jetzt in diesem Vorschau bzw. Debug-Modus validiert haben, dass alles so läuft, wie wir uns das vorstellen, können wir die vorgenommenen Änderungen live schalten.

Wir schließen also unsere Website und den Tag Assistant. Und im Google Tag Manager klicken wir nun auf den „Senden“ Button. Hier können wir nun noch einen Versionsnamen angeben und zusätzliche Notizen hinterlegen (das dient dazu, dass wir auch nach Jahren noch gut nachvollziehen können, was wir mit dieser Version so alles implementiert haben). Je genauer du deine Änderungen hier also dokumentierst, desto besser.

Das bestätigen wir nun und damit wurde die neue Container Version nun live geschaltet, was bedeutet, dass all die eben getätigten Änderungen nun auf unserer Website live sind.

Im letzten Schritt kannst du nun noch mit der zu Beginn dieses Artikels installierten Chrome Erweiterung prüfen, ob der Google Analytics Tag auf der Website erfolgreich gefeuert wird. Und auch in Google Analytics kannst du prüfen, ob die Daten korrekt ankommen.

Wie das alles im Detail funktioniert, lernst du aber in unserem Google Analytics 4 Expert Training. In diesem umfassenden online Training (über 10 Stunden Videomaterial) halten wir die Inhalte stets aktuell. Sobald sich in Google Analytics also etwas verändert, so updaten wir darin auch schnellstmöglich die Videos. Wenn du das Google Analytics einrichten also nicht nur grundlegend durchführen möchtest, sondern das Setup auf die Bedürfnisse deines Unternehmens maßschneidern möchtest, dann arbeite das Google Analytics 4 Expert Training unbedingt durch.

Artikel noch in Bearbeitung: Im oben verlinkten Video sind bereits alle Informationen verfügbar.

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